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Eine Laufrolle mag auf den ersten Blick wie eine der einfacheren Komponenten im Fahrwerk eines Baggers oder einer Planierraupe erscheinen. Doch im täglichen Betrieb ist sie ständig Last, Stößen und Reibung ausgesetzt.
Ihre Aufgabe besteht nicht nur darin, den oberen Teil der Laufkette zu stützen. Sie trägt zudem zur Führung der Kettenlaufbahn bei und gewährleistet eine gleichmäßige Kettenbewegung.
Wenn die Laufrolle zu schnell verschleißt, kann das Problem über die Rolle selbst hinausgehen. Ein übermäßiger Rillenverschleiß, eine fehlerhafte Ausrichtung oder Verformungen können den Kettenverschleiß erhöhen und die Lebensdauer des gesamten Fahrwerksystems beeinträchtigen.
Deshalb sind Materialauswahl, Wärmebehandlung und Bearbeitungsgenauigkeit entscheidend.
Für den Laufrollenkörper verwenden wir geschmiedeten 40Mn2-Stahl .
Nach Vergüten liegt die Gesamthärte über HRC 30 , während die Lauffläche induktiv gehärtet wird bis HRC 52–60 .
Die gehärtete Schicht wird auf etwa 4–8 mm .
Diese Kombination ist für eine bestimmte Betriebsbedingung konzipiert: kontinuierliche Laufkettenstützung in Verbindung mit wiederholten Stößen und Gleitreibung.
Im praktischen Betrieb kann die Laufkette Sand, Steine und andere abrasive Partikel in das Fahrwerk eintragen. Diese Partikel durchlaufen wiederholt den Raum zwischen Laufketten- und Rollenoberfläche und beschleunigen den Verschleiß.
Eine korrekt gehärtete Arbeitsfläche hilft, diesen abrasiven Verschleiß zu verringern und die Bildung tiefer Rillen an der Rolle hinauszuzögern.
Das Ziel besteht nicht einfach darin, die Oberfläche härter zu machen.
Es geht vielmehr darum, ein praktisches Gleichgewicht zwischen Oberflächenverschleißfestigkeit und innerer Zähigkeit .
Werkstoff und Wärmebehandlung sind nur ein Teil der Gleichung.
Die innere Struktur und die Bearbeitungsgenauigkeit der Tragrolle wirken sich ebenfalls unmittelbar auf den Lauf des Kettenlaufwerks aus.
Nach dem Schweißen wird die Rollenbaugruppe als Ganzes bearbeitet, um die Koaxialität des inneren Hohlraums zu gewährleisten .
Eine strenge Maßkontrolle trägt dazu bei, dass die Rolle korrekt relativ zum Kettenlaufwerk läuft.
Warum ist das wichtig?
Läuft die Rolle nicht ordnungsgemäß, kann es beim Kettenlaufwerk während des Betriebs zu einer ungleichmäßigen Belastung kommen. Langfristig erzeugt dies zusätzliche Spannungen in der Kettenlaufwerk-Kette und beschleunigt einen abnormalen Verschleiß.
Anders ausgedrückt, Eine Tragrolle muss nicht nur verschleißfest sein – sie muss zudem präzise laufen.
Eine hohe Bearbeitungsgenauigkeit hilft, unnötige Seitenkräfte zu reduzieren und trägt so zu einer längeren Lebensdauer des Kettenlaufwerks bei.
Die Welle ist ein weiteres kritisches Bauteil einer Tragrolle.
Wir verwenden 40Cr Stahl für die Welle. Nach Abschrecken und Anlassen bleibt die Härte oberhalb HRC 28 , während die Lauffläche bis auf HRC 52–60 .
Die wirksame gehärtete Schicht beträgt ca. 3–5 mm .
Diese Struktur bietet ein Gleichgewicht zwischen Oberflächenhärte und Kernzähigkeit.
Die Lauffläche benötigt ausreichend Härte, um Verschleiß zu widerstehen, während der Wellenkern ausreichend Zähigkeit benötigt, um Stoßbelastungen standzuhalten.
Dies gewinnt besonders an Bedeutung, wenn die Maschine mit höheren Geschwindigkeiten fährt oder auf unebenem Gelände arbeitet.
Wenn die Laufrolle springt oder das Kettenrad und die Kettenlaufbahn plötzlichen Stößen ausgesetzt sind, besteht bei einer Welle mit unzureichender Zähigkeit eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Verformung oder Ausfall.
Das Ziel unseres Wärmebehandlungsprozesses ist daher nicht einfach maximale Härte.
Es ist vielmehr die Herstellung einer Welle, die wiederholte Stöße bewältigen kann, ohne die Verschleißfestigkeit an der Lauffläche einzubüßen.
Eine Laufrolle ist im Vergleich zur Kettenlaufstrecke, zum Leitrad oder zum Kettenrahmen ein relativ kleines Bauteil.
Ihre Einsatzbedingungen sind jedoch kontinuierlich.
Sie stützt die Kette, leitet deren Bewegung und ist während der gesamten Betriebszeit der Maschine wiederholten Kontakten, Reibungen und Stößen ausgesetzt.
Deshalb konzentrieren wir uns bei der Herstellung von Laufrollen auf drei Bereiche:
Material → Wärmebehandlung → Bearbeitungsgenauigkeit
Eine gute Laufrolle sollte folgende Eigenschaften aufweisen:
Diese Details sind möglicherweise nicht mehr sichtbar, sobald die Tragrolle an der Maschine installiert ist.
Sie können jedoch nach Hunderten oder Tausenden Betriebsstunden einen erheblichen Unterschied machen.
Bei Fahrwerksteilen wird die Lebensdauer selten allein durch eine einzige Spezifikation bestimmt. Sie ergibt sich vielmehr aus dem Zusammenspiel von Material, Wärmebehandlung und Bearbeitung.